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You Have to be Deaf to Understand
Von Karin Kestner
27.09.2003
Hörgeschädigtenkindergarten an irgendeinem Ort in Deutschland
Hauptdarsteller der Geschichte:
Losi, (gehörlos) Späti, (spätertaubt) Schweri, (schwerhörig) Cochi, (CI implantiert)
Wieder einmal muss die engagierte Kindergärtnerin eingreifen, weil sich ein heftiger
Streit entwickelte. Schreiend, gebärdend und prügelnd wirbeln Losi, Schweri, Cochi
und Späti in einem Kreis um den Kaufmannsladen.
"Ätsch, ich kann aba spechen", sagt Schweri zu Losi, "und tu ganich, ich kann beim
Bäcker Bötchen besellen und bekomm sie au. Tu ganich"!
Losi zuckt mit den Schultern und gebärdet in einwandfreier DGS: "Bitte noch mal?
Ich habe es nicht verstanden".
Schweri antwortet, weil er nicht versteht: "Hol dir doch einen Dolmi, wie deine
Eldern. Dan kann ich au verstehn". Losi war es zuviel, "Dolmi" und "Eltern" hat er von
Schweris Lippen ablesen können. Es konnte, so weit kannte er Schweri schon, nur
eine Beleidigung sein. Seine Faust landete in Schweris Gesicht, nicht zum ersten Mal
übrigens.
Cochi kommt hinzu: „Iss will wissen!" „Wass denn?" Die Frage, die er am häufigsten
stellte. Späti, sonst immer ziemlich zurückgezogen und traurig, weil er nicht mehr
hören konnte, mischte sich ebenfalls ein. "Habt ihr sie noch alle, ihr könnt euch doch
nicht einfach prügeln! Das kann man doch in Ruhe klären. Um was geht es denn?"
Schweri verstand Späti und Cochi nicht, denn bei den Störgeräuschen, die gerade
Losi von sich gab, er schrie wild auf ihn ein, hatte er keine Chance etwas zu
verstehen. Späti und Cochi wurden also so gut es ging ignoriert. Da sie aber keine Ruhe
gaben….- ein Treffer landete in Spätis Bauch, ein zweiter kurz danach in Cochis
Rippen.
Gestern hatten sie sich darüber gestritten, wer es besser hat: Losi, der sehr gut
gebärden konnte und immer mit seinen Eltern ins Gehörlosentheater und zu
Kinderfesten ging, sich prima mit den Gehörlosen unterhalten konnte oder aber er,
Schweri, der sich immer anstrengen musste, um zu verstehen was die hörenden Menschen
um ihn herum sagten. Er musste Hörgeräte tragen, welche seine Ohren abstehen ließen, auch wenn die Hörgeräte bunt waren, er, Losi, fand sie unnütz und einfach -
Scheiße. Und Späti meinte, Losi, könne ja nicht mal das Kindergartenlied singen und
alle Leute auf der Straße würden schauen, wenn er mit den Händen rumfuchtele.
Das sehe echt krank aus!
Cochi wollte immer wissen was los ist, aber meistens wurde ihm nicht geantwortet,
warum auch, der hörte kaum und gebärden konnte er auch nicht richtig und es
dauerte immer so lange, bis man ihn verstand und dann das Ding im Kopf, "Eklig!"
Cochi sehe aus wie ein Monster, meinte Schweri, und Cochi antwortete, das CI sei
aber umsonst, die Eltern von Schweri müssten die Hörgeräte hingegen bezahlen.
"Ätsch!" So entstand also gestern die größte Schlägerei, aus der keiner als Sieger
hervor ging, alle vier aber irgendwelche größeren oder kleineren Wunden davon
trugen.
Die engagierte Kindergärtnerin hatte endlich eine Chance einzugreifen, packte Schweri und Losi am Kragen und bugsierte sie in zwei verschiedene Ecken des
Zimmers, in denen sie stehen bleiben mussten. Sie behandelte danach Cochi, der sich auf dem Boden krümmte und wedelte Späti Luft zu. "Die Kinder", fragte sie sich,
"warum sie sich wohl immer schlagen müssen? Sie sitzen doch in einem Boot und müssten sich gegenseitig doch eigentlich helfen??"
Jahre später in der 4. Klasse einer Hörgeschädigtenschule irgendwo in Deutschland.
Im Halbkreis sitzen die Kinder, unter ihnen auch Schweri, Losi und Späti, im
Klassenraum und versuchen der Lehrerin zu folgen. Sie redet immer sehr viel und die
einzelnen Gebärden kommen spärlich.
Neulich erst gab es ein großes Missverständnis, als die Lehrerin in Biologie den
ersten Sexualkundeunterricht zu geben versuchte. Schweri verstand mit seinen riesigen
Kopfhörern, dass der Penis eine Scheibe weit, "hmm also nur eine Stückchen rein??…" eingeführt wurde.
So hatte er es abgelesen! Richtig konnte er sich nicht vorstellen, warum nur ein
Stückchen? "Hmm.." Es beschäftigte ihn noch bis zur Pause.
Losi, hatte wieder mal die Kopfhörer abgeschaltet, weil die so komische Geräusche
in seinem Kopf machten, und Späti konnten sich mit den Gebärden der Lehrerin so
ungefähr zusammen reimen, was gemeint war. Losi nahm sich vor noch mal seine Eltern zu dem komischen Vorgang zu befragen, sie wussten es bestimmt.
Verstanden hatte er nur, dass die Frau den Mann führt, so hatte die Lehrerin gebärdet, aber
was nun genau passierte, konnte er sich nicht erklären.
Späti war sich sicher, der Penis wurde eingeführt, nur wohin, war auch ihm nicht so
richtig klar. In der Pause standen sie dann auf dem Schulhof und versuchten zu
rekonstruieren, wie denn der Vorgang nun tatsächlich vonstatten gehe. Haarscharf
kamen sie an einer Prügelei wegen der Fehlinterpretationen vorbei. Sie ließen das
Thema dann aber auf sich beruhen, denn: "So wichtig ist es auch wieder nicht!"
Jedenfalls war es wohl nicht so wie einer aus der Klasse lauthals verkündete. "Die
Babys kommen mit dem Klapperstorch". Trotz Streitereien und Schlägereien waren sie
doch befreundet, heckten auch manchmal zusammen einen Streich aus.
Etwas entfernt stand traurig schauend Cochi. Er war in einer anderen Klasse. Er
sollte jetzt auch bald auf eine Regelschule gehen. Er meinte wohl er sei was Besseres?!
"Pah"! Oft war er nicht in der Schule, weil er immer zu neuen Hirneinstellungen, "wie
gruselig!", in das CIC fahren musste. Seine Mutter hat ihm verboten mit Kindern, die
gebärden, zusammen zu sein. "Er wird sonst nie sprechen lernen," so erzählten sich
Späti und Schweri.. Kann man ja auch verstehen. "Sprechen ist so wichtig!" pflegte
auch Schweris Mutter immer zu sagen,
Schweri würde später einen tollen Beruf lernen können, wenn er nur richtig sprach.
"Wir leben doch in einer hörenden und sprechenden Welt!" Nachmittags brachte er
deswegen auch immer bei einer Logopädi zu, die kontrollierte, wie er das "sch" und
das "st" aussprach. Lästig war es, aber seine Eltern gaben sich doch so viel Mühe,
da konnte er sie doch nicht enttäuschen. Er fand es aber manchmal doch wirklich
zum Kotzen, dass seine hörenden Freunde immer Fußball spielten und der Kontakt
zu ihnen eigentlich durch die Sprachstunden schon sehr eingeschränkt wurde.
"Naja di sin sowieso dooof."
Eigentlich fand Schweri ja den Losi und den Späti besser, die konnten auch besser
Fußball spielen. Klar, wenn man im Gehörlosenjugendclub spielt. Aber Losi muss
sicher später in ein BBW. Das ist so ein Haus in dem die Doofen auch was lernen.
Da können sogar manche Erwachsene die blöde Gebärdensprache. Auf die bildet sich Losi auch noch was ein, und was er immer mit der dämlichen Kultur der Gehörlosen meinte? Da hatten ihm seine Eltern einen schönen Bären aufgebunden.
"DEAF", als ob man darauf auch noch stolz sein könnte. Noch nicht mal ein kleines
bisschen Hörrest hatte Losi. Das mit "DEAF" redeten die Eltern ihm doch nur ein,
damit er nicht traurig wie Späti war, der auch nichts hörte.
Späti hatte ein Recht darauf traurig zu sein, er hatte doch schon mal was gehört. Er
wusste manchmal mehr und konnte ganz gut sprechen. Der würde seinen Weg schon machen. Nachmittags verbrachte er zwar manchmal bei dieser Psychi, die
schriftlich darüber erzählte, dass er nicht traurig sein müsse. Wichtig sei doch, dass
er sprechen könne. "Ich kann dich so gut verstehen, so schön kannst du sprechen".
das stand neulich auf dem Zettel, den Späti mal Schweri aus so einer Sitzung
mitbrachte. Aber vielleicht wurde es für Späti, noch alles wieder gut. Er sollte jetzt doch
nach langem Hin und Her, ein CI bekommen. Naja, wer es mag, und bezahlt wurden die Dinger ja immer von der Krankenkasse. Schweri würde sich jedenfalls den Kopf
nicht aufmeißeln lassen, - "wenn die das Hirn erwischen, dann - gut Nacht". Der Losi meinte immer was Besseres zu sein, weil er seine Nachmittage mit den
"Taubstummen", verbringen konnte und nicht zu Sprachübungen gehen musste. Dafür fummelte aber die Lehrerin beim Üben von Wörtern oft in seinem Gesicht rum.
"Ihgitt".
Die Lehrerin stand am Fenster und beobachtete Schweri, Losi und Späti bei einer
Diskussion auf dem Schulhof.. "Sie sitzen doch in einem Boot, warum können sie sich nicht vertragen?" murmelte sie vor sich hin.
Jahre später, Seminar für angehende Führungskräfte in Selbsthilfeorganisationen irgendwo in Deutschland
Der schöne, helle Raum ist ausgestattet mit einer FM-Anlage, einem Beamer, einer
Schreibdolmi, einer LBG-Dolmi, sie ist schon ein bisschen älter, kann dafür aber 4
Stunden am Stück dolmetschen und einer DGS-Dolmi mit Doppelbesetzung. Der hörende Referent steht zum ersten Mal vor einer Gruppe mit hörgeschädigten
Menschen. "Damit wir uns kennen lernen können, erzählen Sie bitte kurz Ihre Vita und
warum Sie hier sind. Die LBG-Dolmi kommt ins schwitzen, "Entschuldigung, können
Sie mir bitte sagen, was "Vita" heißt?"
Schweri fängt an aus seinem Leben zu erzählen: "Ich bin schwerhörig, ging auf eine
Hörgeschädigtenschule. Ich spreche, wie Sie hören aber gut und habe einen Posten
in der Poststelle des Finanzamtes. Da mich aber meine Arbeit nicht ausfüllt, möchte
ich in einer Selbsthilfegruppe Eltern beraten, die ein hörgeschädigtes Kind
bekommen haben. Ich erhoffe mir hier Gesprächsstrategien zu lernen - auch das
Administrative."
"Entschuldigung" kommt aus Richtung der LBG-Dolmi, "was bedeutet administrativ"?
Nach kurzer Erklärung des Sachverhaltes und einer Zurechtweisung der DGS-Dolmi
von Losi, weil sie die Zwischenrufe nicht gedolmetscht hatte, geht es
weiter.
"Ja, ich möchte den Eltern Mut machen, mit ihren Kindern so normal umzugehen wie
es geht, und dass sie erst mal mit ihnen die Lautsprache lernen sollten, denn hören
und sprechen ist ja wichtig in der Welt in der wir leben!" Die DGS-Dolmi verdreht ihre
Augen, woraufhin sie wieder zurecht gewiesen wird." Die Schreibdolmi tippt und tippt
so schnell sie kann, aber immer wieder schleichen sich Fehler ein, denn sie versteht
Schweri nicht so gut. Es ist ihr erster Einsatz mit Hörgeschädigten. Der Referent
schaut immer mal wieder verunsichert auf den Beamer, auch er hat Probleme Schweri zu folgen. Nun gut- "Der Nächste!"
"Übrigens rauscht die FM-Anlage!" Nach einer halben Stunde sind die Einstellungen
an der FM Anlage so korrigiert, dass Schweri wieder folgen und weiter gesprochen
werden kann.
Losi berichtet: "Auch ich war auf einer Hörgeschädigtenschule, ich bin gehörlos!"
"Wie von Geburt an?", fragt der Referent, mit mitleidigem Unterton. Die DGS-Dolmi
verdreht, während sie für Losi die Frage dolmetscht, wieder die Augen und wird
zurechtgewiesen. "Ich bin hauptberuflich in der Führungsspitze des Deutschen Gehörlosen Bundes tätig und möchte hier hauptsächlich etwas über die Finanzierung von
Modellprojekten und über Verwaltung wissen." Kurze Diskussion in DGS über ein Wort. Losi buchstabiert M-a-n-a-g-e-m-e-n-t! "Entschuldigung, Dolmetschfehler, nicht
Verwaltung, sondern Management". Die Dolmis wechseln.
Späti ist an der Reihe:
"Ich bin hörend geboren, mit 6 Jahren ertaubt, mit 11 Jahren habe ich ein CI
bekommen und seitdem höre ich wieder gut.". "Wie, was? Was ist ein CI?", fragte der
Referent. Nach einer Erklärung, bei der sich die Teilnehmer fast in die Wolle bekommen,
die Dolmis und die Schreibdolmi ins Schwitzen geraten und immer wieder versuchen
die Diskussionsteilnehmer daran zu erinnern, dass immer nur einer sprechen kann,
da sie sich ja nicht dreiteilen können… geht es weiter. Der Referent weiß so viel wie
vorher….
"Auch ich möchte Eltern beraten und zwar in der Selbsthilfegruppe mit dem Namen
"CI für alle die es brauchen oder nicht" Sie sollten ihre Kinder zu Individuen erziehen
und nicht abhängig machen von einer Gruppe oder Dolmis. Mein Hauptberuf ist
Sozialarbeiter, nebenbei habe ich einige Semester Psychologie studiert und eine sehr
gute Selbsterfahrungs-Therapie gemacht. Das Studium habe ich mit großen Schwierigkeiten hinter mich gebracht, aber ich habe es geschafft und denke hier noch etwas
über verschiedene Möglichkeiten der Führung von Mitarbeitern lernen zu können."
Ich möchte sie zu eigenständigen Mitarbeitern machen, weil ich doch oft wegen
verschiedener Probleme mit meinem CI ausfalle."
Nachdem die FM-Anlage zum zweiten Mal ausgewechselt wurde, kann es weiter
gehen.
Cochi erzählt in etwas holprigem LBG- DGS Gemisch, mit schwer zu verstehender Lautsprache, aus seinem Leben. "Ich bin gehörlos geboren, wurde schon früh CI
Implantiert. Nach 3 Reimplantationen habe ich mich entschlossen gegen den Willen
meiner Eltern, die ja eigentlich immer nur das Beste für mich wollten, das CI
entfernen zu lassen. Ich habe Werkzeugmacher gelernt, fühle mich in dem Beruf wohl und
versuche nun in der Selbsthilfegruppe " DGS für alle die es brauchen oder nicht"
Eltern zu beraten ihren Kindern das CI zu ersparen und sie so zu lassen wie sie sind.
Denn ich kann aus eigener Erfahrung berichten. Vom Lehrgang hatte ich mir einen offenen Austausch mit anderen Hörbehinderten über das Thema erhofft." Alle Dolmis
schwitzten.
Die nächste Stunde verbrachten Cochi, Schweri, Losi und Späti in einem heftigen
Streit, der große Ähnlichkeit mit den Streitereien im Kindergarten hatte. Das Seminar
endete mit der Flucht des hörenden Referenten.
Immer wieder mal dachte der Referent an die Gruppe der hörgeschädigten
Menschen. "Komisch, die sitzen doch alle in einem Boot, warum streiten die sich?" Er
starb Jahre später an einem Herzinfarkt vor seinem Computer sitzend, nachdem er in
endlosen Diskussionen in verschiedenen Foren im Internet Streitereien zu schlichten
versucht hatte. Aber so richtig begriffen hatte er den Streit unter den Hörgeschädigten nie.
You Have to be Deaf to Understand
Druck von Außen
In dieser Satire /Geschichte (You Have to be Deaf to Understand) wurde versucht alle gängigen
Klischees und Vorurteile, die Hörende gegenüber Hörgeschädigten haben, aber insbesondere auch die
„Streitpunkte" unter den verschiedenen Hörgeschädigtengruppen, aufzuzeigen. Zu oft/fast immer,
sehen sich die verschienen Gruppen der „Hörgeschädigten" in ein „Boot" gesetzt, weil die Umwelt sie
als „die Hörgeschädigten" betrachtet, natürlich ohne profunde Kenntnisse der Lebenssituationen und
umstände der verschiedenen Hörgeschädigtengruppen zu haben. Seit Jahren gibt es die Tendenz
erwachsene „Hörgeschädigte", nun auch bis in die Schulen, gehörlose, schwerhörige, Cochlear
implantierte und spät ertaubte Kinder, in einen „Topf" zu schmeißen. Mit der, meiner Meinung nach von
Außen, diktierten Zugehörigkeit zu der „Gruppe der Hörgeschädigten" entstehen und entstanden neue
Probleme – Streitereien, Diskussionen und Kompetenzgerangel. Die Lebensumstände sind so
verschieden wie von Hören zu Nichthören.
Beispielhaft sei Folgendes genannt:
Spätertaubte trauern meist um ihr Gehör, Gehörlose leben meist ganz zufrieden mit der Gehörlosigkeit
und meist können beide Seiten die Positionen der anderen nicht nachvollziehen Ähnlich zum Beispiel
bei Cochlear Implantierten und Schwerhörigen, manche Schwerhörige, auch viele Gehörlose, lehnen
für sich das CI ab, was auch wieder auf Unverständnis seitens der Implantierten trifft. Nun sehen sich
die verschiedenen Gruppen dem „Druck" ausgesetzt zusammen zu halten, zusammen aufzutreten,
zusammen in Schulen zu gehen.
Die Wünsche, Ziele und Erwartungen an die Umwelt, also Schule, Politik und Beruf, sind aber so
verschieden, dass ein in die „gleiche Richtung marschieren" fast nicht möglich sein kann. Eine Folge sind
die möglich gewordenen heftigen Internetdiskussionen. Was früher im Kleinen, also im Verein
diskutiert wurde, wird heute an die Öffentlichkeit getragen. Es erschreckt in zunehmendem Maße die Eltern
gehörloser und schwerhöriger Kinder, die sich für oder gegen z.B. ein CI oder aber auch für eine
Regelschule oder Hörgeschädigtenschule entscheiden müssen/ wollen.
Wie können Streitereien verhindert werden? Wachsendes Selbstbewusstsein, zur eigenen Identität stehen, ist sicher das Wichtigste. Alle Gruppierungen sollten (an)erkennen, dass die „Anderen" anders sind, unterschiedliche Bedürfnisse und gänzlich unterschiedliche Voraussetzungen (Lebens- Leidensgeschichten) haben, dieses Akzeptieren und Tolerieren wäre die Grundvoraussetzung für ein wenigstens teilweise fruchtbares zusammen Agieren gegenüber der hörenden Umwelt.
Karin Kestner
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Stand: 02.10.2003